747 Motorradtote im Corona-Jahr

Foto: Polizei Herne

Verkehrsunfallstatistik

747 Motorradtote im Corona-Jahr

Die Verkehrsunfallstatistik im Jahr 2020 war stark von Corona geprägt. Die Zahl der Verkehrstoten und die Fahrleistung insgesamt sind um jeweils fast 11 Prozent gegenüber 2019 gesunken. Dies meldet das Statistische Bundesamt.

Insgesamt starben auf Deutschlands Straßen im vergangenen Jahr 2.719 Menschen, erfasst werden Pkw-,  Kraftrad- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger. Dies sei ein Allzeittief in der Geschichte und ein Rückgang von exakt 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darunter waren laut der Behörde 1.170 Pkw-Tote zu beklagen, 426 Fahrradfahrer und 376 Fußgänger. Die Zahl der getöteten Biker inklusive der Dreirad- und Quad/ATV-Fraktion wird in dieser Statistik – wohl aus sicherheitstaktischen Überlegungen heraus – offiziell nicht genannt, lässt sich aber leicht herausfiltern: Es waren 747.

Bei den Pkw-Insassen ging die Zahl der tödlich Verunglückten um 14,4 Prozent zurück. Bei Motorradfahrern stieg nach unseren Berechnungen, die auf der Bundesstatistik beruhen, die Zahl der Toten um 37,82 Prozent auf 747 gegenüber 2019, als 542 Biker ihr Leben verloren. 2018 waren es 619 Tote. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 beklagte die Statistik noch 807 Motorradtote.

Die Jahresfahrleistungen der Krafträder wurden vom Statistischen Bundesamt allerdings nicht extra ausgewiesen. Wegen des Motorradbooms 2020 dürften aber deutlich mehr Biker – öfter und länger – unterwegs gewesen sein. Dies relativiert die Statistik und die um ein Drittel gestiegene Zahl der Motorradtoten.

90 Prozent aller getöteten Pkw-Insassen und über 80 Prozent aller getöteten Kraftradnutzer verunglückten außerhalb geschlossener Ortschaften.

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