MV Agusta Enduro Veloce

Edles Adventure Bike

Die neue MV Agusta Enduro Veloce

Technisch weitestgehend identisch mit der Lucky Explorer 9.5, präsentiert MV Agusta das lang erwartete Adventure Bike unter dem Namen Enduro Veloce. Hochwertige Komponenten und eine umfangreiche Ausstattung mit Assistenzsystemen positionieren die Maschine in der Reiseenduro-Oberklasse.

Auf der EICMA 2021 präsentierte MV Agusta mit den Modellen Lucky Explorer 5.5 und 9.5 zwei Reiseenduros. Die sahen zwar fast serienreif aus, kamen aber nie in den Handel. Jetzt startet die italienische Nobelmanufaktur mit der Enduro Veloce einen neuen Anlauf. Und selbst wenn die MV-Marketingstrategen einen glauben machen wollen, die Turismo Veloce sei ein ganz neues Motorrad, so dürfte diese Maschine aufmerksamen Lesern bekannt vorkommen. Sie gleicht bis auf wenige Details der Lucky Explorer 9.5, die der TOURENFAHRER Anfang 2022 vorgestellt hat. Die wenigen Unterschiede zeigen sich vor allem in den Kunststoffteilen des so genannten Bodywork, sprich am vorderen Kotflügel, am Tank, am Motorschutz und an der Verkleidung.

MV Agusta Enduro Veloce
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MV Agusta Enduro Veloce
MV Agusta Enduro Veloce
MV Agusta Enduro Veloce

 Die neue MV Agusta Enduro Veloce

Drehmomentstarker Dreizylinder

Der Motor der Enduro Veloce entspricht bis aufs Haar dem der Lucky Explorer. Er basiert auf dem 800er-Dreizylinder, ist aber in allen Belangen weiterentwickelt worden. Mehr Bohrung und Hub vergrößern den Hubraum auf 931 Kubik, daraus resultieren 124 PS bei 10.000/min und ordentliche 102 Nm bei 7.000/min. 85 Prozent des Drehmoments stehen bereits bei 3.000 Touren an. Zu den weiteren Neuerungen zählen DLC-beschichtete Nockenwellen, Zylinderkopf, Kurbelwelle, geschmiedete Alukolben und geradverzahnter Primärtrieb. Andere Besonderheiten sind die rückwärts drehende Kurbelwelle, die Ausgleichswelle und der seitlich angebrachte Kühler. Dank bidirektionalem Quickshifter steppt es sich mühelos durch die sechsstufige Schaltbox.

Konventionelles Fahrwerk ohne Elektronik

Beim Fahrwerk offenbaren sich ebenfalls kaum Unterschiede zwischen Enduro Veloce und Lucky Explorer. Ein Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr bildet die Basis, eine 48er-USD-Gabel von Sachs und eine Aluschwinge samt mit Umlenkhebeln arbeitendem Zentralfederbein aus gleichem Hause federn, dämpfen und führen die Räder. Gabel und Bein sind voll einstellbar, Semiaktivität, wie sie noch für die Lucky Explorer vorgesehen war, ist indes nicht vorhanden.

Verzögert wird mit den feinen Radialzangen aus der Stylema-Serie von Brembo. Dass es MV Agusta mit der Geländegängigkeit ernst meint, zeigen 210 mm Federweg vorne und hinten, 230 mm Bodenfreiheit, 850 bzw. 870 mm Sitzhöhe, gezackte Fußrasten, 21-Zoll-Vorderrad, Drahtspeichen auf edlen Schlauchlosfelgen von Excel und ein Motorschutz aus schlagzähem Kunststoff.

Ausstattung für die große Reise

Auch in der Reisetauglichkeit lässt sich die neue, alte MV nicht lumpen, dafür sprechen u.a. höhenverstellbare Windschutzscheibe, 20-Liter-Tank, Gepäckträger, integrierte Kofferhalter, Handschützer, USB-Anschluss oder Tempomat. Muss man noch erwähnen, dass die Enduro Veloce so ziemlich alles an Fahrassistenten hat, was eine Sechs-Achsen-IMU so hergibt? Vier Fahmodi, achtfach einstellbare Traktionskontrolle, zweifach einstellbare Motorbremse, Kurven-ABS, fürs Gelände abschaltbar, Vorder- und Hinterrad-Abhebe-Kontrolle plus Sieben-Zoll-TFT-Display samt Bluetooth- und WiFi-Konnektivität sind nur einige der Gimmicks, die auf der Ausstattungsliste stehen. Ein Fahrbericht der neuen MV erscheint im nächsten TOURENFAHRER, bis dahin stehen hoffentlich auch Preis und Liefertermin fest.

www.mvagusta.com

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