EU-Strafzölle für US-Motorräder vorerst gebannt

Fotocollage, Fotos: Harley-Davidson, Pixabay

Harley-Davidson/Indian

EU-Strafzölle für US-Motorräder vorerst gebannt

Der zum 1. Juni von der EU angedrohte Strafzoll von 50 Prozent für Motorräder made in USA scheint vorerst vom diplomatischen Tisch.

Laut übereinstimmenden Presse- und Agenturberichten (Quellen: ntv.de, als/AFP, harleysite.de)  verkündeten Valdis Dombrovskis (Exekutivvizepräsident der EU), Katherine Tai (US-Handelsvertreterin) und Gina M. Raimondo (US-Handelsministerin) am 17. Mai, den Streit um die Beseitigung der globalen Überkapazitäten bei Stahl und Aluminium bis Jahresende konstruktiv beilegen zu wollen. Kurz vor Ablauf der Frist hat die EU offenbar die Gegenzölle „vorübergehend ausgesetzt“, wie es in den Medienberichten heißt.

2018 hatte US-Präsident Donald Trump Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Europa angedroht, die EU konterte ihrerseits mit Aufschlägen etwa für Jeans und Motorräder made in USA. Die neue US-Regierung unter John Biden hatte zuletzt einen erkennbar versöhnlicheren Kurs eingeschlagen.

Die Harley-Davidson-Community setzte in den vergangenen Wochen alle Hebel in Bewegung, um die drohenden Strafzölle zu verhindern. So initiierte der deutsche Harley-Händlerverband eine Onlinepetition und sammelte innerhalb kürzester Zeit über 10.500 Unterschriften, die für einen fairen Wettbewerb und gegen Strafzölle votierten.

Der deutsche CEO Jochen Zeitz machte am vergangenen Sonntag in einer umfangreichen Werbekampagne mit großformatigen Anzeigen in deutschen Medien wie zum Beispiel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mobil gegen die geplanten EU-Strafzölle: „Freie Fahrt für freien und fairen Handel! Wir lassen uns nicht ausschließen!“, lautete sein Credo. Das massive Trommeln gegen die Wettbewerbsverzerrungen scheint nun in Brüssel erhört worden zu sein.

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bike & business 6/2021

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