In Zukunft ohne Jochen Ernsting

Foto: Stephan Maderner

Stüdemann

In Zukunft ohne Jochen Ernsting

Die Meldung ließ in der Hamburger Motorradszene aufhorchen: Der Stüdemann-Steuermann geht von Bord. Jochen Ernsting, Geschäftsführer des ältesten BMW-Motorradhändlers der Hansestadt (Vertragshändler seit 1971) hört nach 11 Jahren an der Spitze eines der renommiertesten BMW-Zweiradbetriebe Deutschlands und insgesamt 40 Jahren erfolgreicher Arbeit für die Marke BMW auf – und geht in den wohlverdienten Ruhestand.

 Auf dem Facebook-Kanal von Stüdemann tat er diesen Abschied folgendermaßen kund: „Nein, kein Scherz. Der Kapitän verlässt tatsächlich die Brücke. Also ich. Der Jochen, der Ernsting. Und schluss-aus-end-und-gültig. Bevor ich dazu ein bisschen was erkläre und gleich jemand wiederbelebt werden muss: das Team, der Laden, die Bestellungen, das alles geht ganz normal weiter, als hätte es mich nie gegeben. Es wird nur irgendwann eben ein anderer Häuptling in das Geschäftsführer-Tipi ziehen. Aber das soll er Euch dann an dieser oder geeigneter anderer Stelle selbst erzählen, wenn es dann so weit sein wird.“

Die wichtigste Botschaft lautete also: „Der Betrieb läuft ohne Unterbrechung in Verkauf und Service uneingeschränkt und normal weiter“, so Jochen Ernsting gegenüber »bike & business«. Bereits seit längerem führen er und BMW Motorrad München Gespräche mit potenziellen Investoren. Etwas überraschend kam dann aber am 15. Mai 2024 die Meldung, wonach Stüdemann beim Amtsgericht Hamburg einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat (Az67g IN 136/24). „Das Insolvenzverfahren ist bisher aber nicht eröffnet“, sagt Ernsting, doch für den künftigen Inhaber habe man diesen Weg aus formaljuristischen Gründen eingeschlagen.

Ernsting rechnet damit, dass bis Ende Juli die Entscheidung über den neuen Inhaber von Stüdemann fallen wird und die Händlerinstitution auch in Zukunft für die weiß-blaue Kundschaft in der Hansestadt da sein wird.  

Seinen Posten als Vizepräsident des BMW Motorrad-Händlerverbands hat Jochen Ernsting inzwischen ebenfalls aufgegeben.

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