KSR Group beantragt Sanierungsverfahren

Restrukturierung des Familienunternehmens

KSR Group beantragt Sanierungsverfahren

Die österreichische KSR Group, Importeur zahlreicher Motorradfabrikate und Markeninhaber von Brixton Motorcycles hat am 6. September ein gerichtliches Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.

Die im Niederösterreichischen Gedersdorf KSR Group ist mit rund 60.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr einer der größten Motorradimporteure in Europa. Neben dem Import von Motorrädern der Hersteller CFMOTO, Royal Enfield und NIU zählen die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Motorrädern und Mopeds unter den Eigenmarken A-TO, Brixton Motorcycles, Malaguti und Motron zu den Geschäftsfeldern der KSR Group.

Jetzt haben die Gesellschafter des Familienunternehmens KSR Group Antrag auf ein gerichtliches Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Als Ursachen für die Liquiditätsklemme nennt das Unternehmen hohe Materialkosten infolge der Pandemie und dann des Ukraine Kriegs, Wechselkursschwankungen und rückläufige Umsätze aufgrund einer stärker als erwarteten Kaufzurückhaltung der Konsumenten in den letzten Monaten sowie volle Händlerlager.

»Nach einer intensiven Evaluierungsphase sehen wir diese Entscheidung als unumgänglich an, um unser Unternehmen durch eine herausfordernde Zeit zu bringen und unsere Geschäfte im Sinne aller Beteiligten erfolgreich weiterführen zu können«, sagt Michael Kirschenhofer einer der beiden Eigentümer der KSR Group.

Die Geschäftsbereiche Smart Products und Mobility mit den Marken CFMOTO, Royal Enfield, NIU, Brixton, Malaguti, Motron, A-TO und DocGreen werden wie gewohnt weiter betrieben. Die Tochtergesellschaften KSR Swiss, KSR Hellas, KSR Thailand, KSR Solution und KH Holding sind von dem Sanierungsverfahren nicht betroffen.

Innerhalb der nächsten Monate will die KSR Group ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln und zur Saison 2024 wieder durchstarten.

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