Lieferkettenprobleme meistern oberstes Ziel – Kawasaki

ürgen Höpker-Seibert, Leiter Kawasaki Motors Europe N.V. Niederlassung Deutschland: „Sollte sich die Situation in den Lieferketten verbessern, verkaufen wir auch gerne mehr.“ Im Bild die neue Versys 650. Collage: Syburger Verlag GmbH, Fotos: Kawasaki

Kawasaki

Lieferkettenprobleme meistern oberstes Ziel

Wie sieht es bei den Grünen zum Saisonstart 2022 aus? Im Gespräch mit „bike & business“ zeigte sich Jürgen Höpker-Seibert, Kawasaki Motors Europe N.V. Niederlassung Deutschland, trotz einiger globaler Probleme zuversichtlich.

„Das Motorradjahr 2022 ist gleicherweise gestartet, wie es 2021 geendet hat. Auf der einen Seite mit einer hervorragenden, ermutigenden Nachfrage auf Seiten der Kunden. Dem entgegen steht allerdings die Produktionsproblematik der Hersteller. Aktuell erhalten wir immer neue Informationen aus unseren Fabriken in Japan, Thailand und Indonesien über Probleme in den Lieferketten für wichtige Fahrzeug-Komponenten. Dies betrifft nicht nur das Thema Halbleiter, welches allerdings das heikelste ist. Auch die Logistikkette zwischen Asien und Europa ist bei weitem nicht auf dem Stand von 2019.

Der entsetzliche Konflikt in der Ukraine verschärft die Situation zusätzlich. Vor diesem Hintergrund sind die alltäglichen Probleme bei uns relativ harmlos. Trotzdem kann Inflation und Energiepreise die gute Nachfrage 2022 dämpfen. Vor diesem Hintergrund möchten wir unsere Verkaufsergebnisse vom vergangenen Jahr bestätigen. 

In der Kommunikation mit unseren Händlern sind wir konservativ und nehmen nur Bestellungen entgegen, deren Verfügbarkeit klar ist. Sollte sich die Situation in den Lieferketten verbessern, verkaufen wir auch gerne mehr. 

Momentan arbeiten wir mit 176 Händlern zusammen und planen langfristig mit einer Planzahl von zirca 180 Partnern. Wir suchen gezielt in einigen Gebieten, allerdings steht die Nachfolgeregelungen mit bestehenden Partnern im Vordergrund und wir werden diese begleiten.

Weiterhin arbeiten wir daran, eine neue Online-Trainingsakademie aufzubauen und diese wird nun mit neuen Inhalten zum Thema Technik, Vertrieb und Firmenleitung bestückt. Ziel hierbei ist es auch „blended learning“ zu etablieren. Diese Mischung aus Online- und Präsenzschulungen soll die Abwesenheit von Mitarbeitern aus dem Handel bei Schulungen reduzieren und die Präsenzschulungen effektiver machen. Hinzu wird das durch Corona ausgesetzte Präsenztraining nun wieder aufgenommen.

Insgesamt werden wir daran arbeiten, wieder eine verstärkte Präsenz im Markt zu zeigen. Unsere Teams der Probefahrt-Roadshow sind inzwischen fast vollständig für die Saison 2022 ausgebucht, unsere Partner haben sich zum Saisonstart mit dem Drachenfest angemeldet und wir planen als nationale Veranstaltung unsere Kawasaki Days in Speyer. Die Intermot mit der jährlichen Händlertagung ist ebenfalls fest eingeplant.

Zukünftige Themen wie Elektrifizierung, E-Fuels, Emissionen von Geräuschen und Abgas werden unsere Entwicklungsabteilungen auf Trab halten und den Markt nachhaltig beeinflussen. Für Hersteller und auch den Handel wird es entscheidend sein, hier auf der Höhe der Zeit zu sein.

An dieser Stelle möchte ich mich noch ausdrücklich bei unseren Partnern für die vertrauensvolle und  sachliche Zusammenarbeit in dieser sehr problematischen Zeit bedanken.“

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bike & business 3/2022

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