Werden Harleys in Europa knapp und teurer?

Die 56 Prozent EU-Strafzoll auf jedes aus den USA eingeführte Motorrad über 500 Kubikzentimetern Hubraum hängen wie ein Damoklesschwert über der europäischen Harley-Davidson-Händlerschaft. Wird der protektionistische Streit zwischen den USA und der Europäischen Union nicht beigelegt, wäre dies aus Sicht der Harley-Community zutiefst ungerecht und wettbewerbsverzerrend.

Die Dealer fühlen sich als Spielball der Politik, lassen lautstark über ihre Verbandsorganisation protestieren und haben eine an das Europaparlament gerichtete Online-Petition auf den Weg gebracht.

Im Dezember wollen sich die Gremien wieder an den Verhandlungstisch setzen. So viel ist klar: Die ungeklärten politischen Kontroversen zwischen Amerika und Europa setzen der coronabedingten Lieferengpässe sowie die Halbleiter- und Containerkrise die Krone auf. Letztlich könnte dieser giftige Cocktail dazu führen, dass in der EU die Kultbikes aus Milwaukee knapp werden. Das wäre eine existenzielle Bedrohung für die etwa europäischen 300 Harley-Vertragshändler und ihre rund 5000 Mitarbeiter. Wird die Einigung vermasselt, müssen Kunden hierzulande und anderswo auf dem alten Kontinent mit weniger und teureren Harleys rechnen.

Wer am freien Handel und einem fairen Wettbewerb interessiert ist, sollte unter www.change.org seine Solidarität bekunden. Das Votum sollte jeder unabhängig von seinen Fabrikatsvorlieben vornehmen. Hier geht es ums Prinzip und den Kampf um unser aller Bike-Freiheiten.
 

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bike & business 1/2022

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