Zweirad-Handwerk lehnt EU-Vorgaben zu Zahlungszielen ab

Foto: Pixabay

BIV

Zweirad-Handwerk lehnt EU-Vorgaben zu Zahlungszielen ab

Der Bundesinnungsverband Zweirad-Handwerk (kurz: BIV) hat sich gegen den Plan der EU gewandt, Zahlungsfristen von mehr als 30 Tagen zu verbieten, wie sie die Verordnung zur Bekämpfung von Zahlungsverzug vorsieht. Dies würde Zweiradbetriebe stark belasten, teilt der Verband mit Sitz in Hilden mit. Der BIV hat sich dagegen ausgesprochen und eine Stellungnahme bei der EU-Kommission eingereicht.

Der Verband fasst seine wichtigsten Argumente gegen Brüssel so zusammen:

„Wenn Großkunden Händler zwingen, lange Zahlungsfristen zu akzeptieren, hat das zur Folge, dass sie ihr Geld erst verspätet bekommen“, argumentiert der Verband. Die EU wolle hier eine Maximaldauer von 30 Tagen einführen, doch der BIV ist der Auffassung, dass im Gesetzgebungsverfahren außer Acht gelassen wurde, dass lange Zahlungsfristen für den Handel vorteilhaft sein können. Nämlich dann, wenn kleine und mittlere Händler sie mit ihren Lieferanten vereinbaren.  „In diesem Fall haben sie für die Begleichung der Rechnung mehr Zeit – und sind weniger auf Kredite angewiesen“, so der BIV.  

Was der BIV fordert: 

„Wir verlangen, dass es weiterhin möglich sein muss, mit Lieferanten längere Zahlungsfristen als 30 Tage zu vereinbaren“, fasst Bundesinnungsmeister Franz-Josef Feldkämper die Position des Zweirad-Handwerks zusammen. Darüber hinaus lehnt die Branchenorganisation die im Verordnungsentwurf geplante Behörde ab, die die Einhaltung von Zahlungsfristen kontrollieren soll. „Wir brauchen keine neue Behörde und erst recht keine Überwachung unbescholtener Händler“, so Feldkämper weiter.

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