Rezept gegen den Burnout: Steuern runter!

In meinem Speedlog vom 12. Oktober fragte ich Sie danach, wie Sie Stress am Arbeitsplatz vermeiden und mit welchen Maßnahmen Sie gegen den persönlichen Burnout im Job ankämpfen.

Eine interessante Idee, um Selbstständigen zu einem ausgewogenen und weniger stressigen Arbeitsleben zu verhelfen, ohne graue Haare zu bekommen oder sich einen Burnrout einzufangen, hat Jens Vater von Motorrad Vater in Bondorf. Und zwar ohne, dass man satte Beraterhonorare für präventive Stressbewältigungsseminare oder Fitnesskurse ausgibt, die man von seinem eh' schon lahmen Nettoeinkommen nach 70 Wochenstunden abziehen müsse. Sein Tipp lautet:

„Wenn ich nicht mehr 43 Prozent sondern lediglich 28 Prozent Steuern bezahlen müsste, bliebe endlich mal wieder was übrig zum Investieren oder für private Vergnügungen – und ich müsste zudem nicht mehr 70 Stunden pro Woche im Hamsterrad verbringen, sondern könnte vielleicht schon nach 50 bis 60 Stunden Feierabend machen.

Boah ey, das wäre genial: Ich wüsste auf Anhieb gar nicht, was ich mit den zehn eingesparten Stunden anfangen sollte. Vielleicht hätte ich dann endlich Zeit, auch mal Geld auszugeben ganz für mich privat anstatt es nur an den Fiskus oder die Inflation zu verlieren!

Wenn man dann außerdem noch rechnet, was an indirekten Steuern und Abgaben drückt - dann erscheint es mir – Vorsicht, Ironie! – durchaus eine Überlegung wert, sein Gewerbe lieber gleich von heute auf morgen an den Nagel zu hängen.

Bei einer geringeren Steuerlast könnte ich mir endlich einen Angestellten leisten, der mich nicht 5000 Euro von meinem Netto kostet, damit er 2200 Euro in der Tasche hat. Ich hätte mehr Spielraum zu investieren und müsste nicht andauernd überlegen, ob ich mir nach zehn Jahren endlich mal wieder einen neuen Werkstatt-Werkzeugwagen leisten kann oder nicht.

Klar. Die Gefahr besteht, dass man als Unternehmer irgendwann durchdreht, wenn man von seinen 80 Wochenstunden 70 Prozent gleich abschreiben kann, weil der Staat und andere zulangen. Neben meinen Plänen, die Steuer zu reduzieren, um den Stresspegel zu senken, hilft zum Glück noch was anderes zum Entspannen: Motorrad fahren statt ausrasten. Einfach hochschalten, abschalten und relaxen.“

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